Die längste Reichweite 2022: Mit diesen Elektroautos kommen Sie am weitesten


03. August 2022 | Dominik Zarychta

EFAHRER.com hat die neun E-Autos mit der besten Reichweite 2022 herausgesucht. Tesla ist nicht Platz eins.

EFAHRER.comEFAHRER.com hat die neun E-Autos mit der besten Reichweite 2022 herausgesucht. Tesla ist nicht Platz eins.

Schon lange sind Elektroautos nicht mehr nur für den Stadtverkehr geeignet, sondern durchaus auch langstreckentauglich. Wir zeigen Ihnen die aktuell besten Stromer mit der höchsten Reichweite und wie sie sich in unserem Test geschlagen haben.

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“Und wie weit kommt der?”, lautet eine häufige und berechtigte Frage in der Diskussion um Elektroautos. Die Reichweite spielt für viele Elektro-Interessierte eine herausragende Rolle. Wirklich hohe Reichweite brauchen vor allem diejenigen, die oft lange Strecken ohne zeitraubende Lade-Pausen zurücklegen. Elektroautos mit Reichweiten von über 600 Kilometern gibt es bereits heute. E-Autos mit sagenhaften Reichweiten von bis zu 1000 Kilometern sind angekündigt. EFAHRER.com zeigt die Elektroautos mit der höchsten Reichweite, die schon heute auf dem deutschen Markt verfügbar sind. 

Lange hatten E-Autos den Ruf, reine Stadt-Autos ohne Langstrecken-Qualitäten zu sein. Reichweiten bis knapp 300 Kilometer und ein dürftiges Ladenetz schreckten viele Käufer hierzulande ab. Das dürfte sich nun ändern, denn die neue E-Auto-Generation überbietet locker die 300 Kilometer Reichweite. Die E-Autos eines Herstellers fahren besonders weit. Er belegt gleich die ersten zwei Plätze in unserem Reichweiten-Ranking.

Platz 1: Mercedes-Benz EQS 450+: 770 Kilometer

Während Tesla lange nahezu alle vorderen Plätze der reichweitenstärksten E-Autos einnahm, stehen heute die Schwaben ganz vorn. Der EQS ist komfortabel und stark wie eine S-Klasse, als 450+ fährt er weiter als jedes andere E-Auto in Deutschland. Das Ziel, das Model S von Tesla zu entthronen, ist damit erreicht. Perfekt ist der EQS deshalb aber nicht finden unsere Tester: Mit einer effizienten Wärmepumpe könnte er im Winter noch größere Reichweiten erzielen, das verspielte Digital-Licht muss entweder noch viel intelligenter oder aber zurückhaltender werden.

Mehr zum Thema: Test Mercedes EQS 450+: Reichweitenrekord trotz Winterschwäche

Mit dem großen 108-kWh-Akku und 245 kW (333 PS) Leistung und Hinterradantrieb ist der 450+ das echte Long-Range-Modell. Nach WLTP-Norm verspricht Mercedes-Benz eine Reichweite von 770 Kilometern – im Sommer erreicht der EQS ohne Probleme 680 Kilometer. Aufgrund der fehlenden Wärmepumpe kommt EFAHRER.com im Praxistest mitten im Winter auf eine Autobahn-Reichweite von 480 Kilometern bei konstant 130 km/h. 

Test Mercedes EQS 450+

Platz 2: Mercedes-Benz EQE 350+: 639 Kilometer

Vorteile
Große Reichweite
Fortschrittliche Technik (wie u.a. das Thermo-Management)
Sehr gute Geräuschedämmung
Nachteile
Hoher Aufpreis für Sonderausstattung
Bidirektionales Laden bisher nur in Japan möglich

Der Mercedes-Benz EQE 350 ist der kleine Bruder des EQS und hat sich ebenfalls nicht in puncto Komfort und Technik zu verstecken. Im Inneren des EQE 350+ befindet sich eine 90,56 kWh starke Batterie. 

Der EQE 350 bietet mit 215 kW (292 PS) etwas mehr Leistung als das kleinere 300er-Modell, die Reichweite bleibt, zumindest auf dem Datenblatt, identisch. Diese beträgt je nach Sonderausstattung zwischen 550 und 639 Kilometer. In puncto Laden sind alle EQE-Modelle gleichwertig ausgestattet, sie können mit bis zu 170 kW Gleichstrom (DC) aufgeladen werden. Beim langsameren Anschluss an Wechselstrom (AC) fließen bis zu 11 kW serienmäßig, eine 22-kW-Option ist gegen Aufpreis erhältlich. Der EFAHRER-Test für die Autobahnreichweite bei 130 km/h steht noch aus.

Platz 3: BMW iX xDrive 50: 626 Kilometer

Vorteile
Sehr komfortabel
Spitzenleistung
Sehr gute Assistenzsysteme
Nachteile
Sehr schwer (2.585 kg)
Verhältnismäßig kleiner Kofferraum

So polarisierend die Hülle des Elektro-SUV ist, so angenehm hat man es im Innern des fast fünf Meter langen und fast zwei Meter breiten SUV. War der BMW i3 noch ein reiner Zweitwagen mit sehr schwach ausgeprägter Langstrecken-Tauglichkeit, bildet der iX das andere Ende der Fahnenstange: Er soll ein echter Langstrecken-Familiencruiser sein. 

Mehr zum Thema: BMW iX 50 im Test: So gut schlägt sich das bayerische Elektro-Schiff

In der Topversion, dem xDrive 50 werden zwei Elektromotoren mit insgesamt 523 PS und ein Drehmoment von 765 Newtonmetern zum Allradler kombiniert. In unter fünf Sekunden sprintet der Wagen von 0 auf 100 km/h – begrenzt ist er reichweitenschonend bei 200 km/h. Die Energie kommt von einer 111,5 Kilowattstunden großen Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden, von denen 105,2 kWh netto nutzbar sind. Maximal 630 Kilometer Reichweite sollen laut BMW drin sein.

Im Test bei spätwinterlichen Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt blieb der iX weit von den theoretischen Werten entfernt: Die 116,3 Kilowattstunden, die beim Laden von null bis 100 Prozent durch den Anschluss fließen, reichten bei Autobahnfahrt (130 km/h) für 360 Kilometer – immerhin genau der Wert, den wir für das Tesla Model X bei Frühlingstemperaturen ermittelt haben. Der BMW verbrauchte dabei glatte 32 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Bei warmen Temperaturen sind runde 400 Kilometer auf der Autobahn drin.

Test BMW iX eDrive 50

Platz 5: Tesla Model 3 Long Range Battery: 614 Kilometer

Vorteile
Höchste Reichweite aller Mittelklasse-Stromer
Sehr gute Fahrleistungen
Klassenbestes Infotainment
Nachteile
Enttäuschender Autopilot
Weniger Platz als bei großen SUV
Gewöhnungsbedürftige Touch-Bedienung

Teslas Model 3 ist ein großer Schritt in Richtung Elektromobilität für Alle. Der Einstiegspreis liegt mittlerweile bei zirka 50.000 Euro – für die reichweitenstärkste Variante, Maximale Reichweite, zahlen Sie etwa 60.000 Euro. Ausgestattet ist die Long-Range-Variante mit einem Allradantrieb mit Dualmotor. Dieser hat eine Power von 440 PS / 324 kW und ein Drehmoment von 493 Nm. Anders als die meisten Elektroautos ist die Höchstgeschwindigkeit erst spät bei 233 km/h begrenzt – bei 100 ist das Model 3 aus dem Stand heraus in 4,4 Sekunden.

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Mit dem 75 kWh großem Akku kommt der Tesla in der Praxis bis zu 580 Kilometer weit. Dank Wärmepumpe und Softwareoptimierungen konnte diese erhöht werden und in unserem Praxistest zeigte sich die Wirkung der Wärmepumpe sehr gut: Mit bis zu minus 14 Grad war es bei unseren Mess-Runden besonders kalt. Nach dem Vollladen kommt der Tesla auf eine Reichweite von 286 Kilometern – deutlich weniger als der WLTP-Wert, aber trotzdem nicht schlecht für das Wetter. Im Vergleich: Bei -5 Grad kamen wir beim Test auf eine Reichweite von 316 Kilometern und das sind 100 Kilometer mehr als der Polestar, der bei der gleichen Temperatur geladen wurde. Bei warmen Temperaturen sind mit dem Model 3 Long Range mindestens 365 Kilometer auf er Autobahn drin.

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Wintertest: Das kann der Tesla Model 3 Long Range bei minus 14 Grad

Platz 5: Ford Mustang MACH-E Extended Range: 600 Kilometer

Vorteile
Zuverlässige und komfortable Assistenzsysteme
Sportliches E-SUV
Alltagstaugliche Größe und Reichweite
Nachteile
Kürzlicher Preisanstieg von 9.000 Euro (Inflationsbedingt)
Teilweise nicht nachvollziehbares Fahrverhalten
Harte Federung

Ford geht mit dem Mach-E aufs Ganze und verwendet den Modellnamen seines berühmten Benzin-Sportwagens, dem Mustang, für ein fünftüriges Elektro-SUV. Der 4,71 Meter lange, 1,88 Meter breite und 1,62 Meter hohe Mustang Mach-E ist optisch deutlich an seinen legendären Namensvetter angelehnt. Die Extended-Range-Batterie kommt mit einer Brutto-Kapazität von 98,7 kWh daher. Im EFAHRER.com-Praxistest lag der Verbrauch bei einem Mix aus Autobahn, Landstraße & Stadt bei rund 20 kWh pro 100 Kilometer.

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Laut WLTP-Norm sollte die Extended-Range-Variante des heckangetriebenen Modells bis zu 600 Kilometer weit kommen, bevor wieder Strom in den Akku muss. In der Praxis kommen Sie etwa 480 Kilometer weit, die EFAHRER-Autobahnreichweite liegt bei glatten 400 Kilometern. Damit überflügelt die Heckantriebs-Variante des Amerikaners mit ihren 294 PS die Allradversion mit 487 PS deutlich. Noch ein Vorteil des Heckmotors neben der größeren Reichweite: Er kostet mit etwa 60.000 Euro rund 10.000 Euro weniger als die Allradvariante. 

Ford Mustang Mach-E im Test: Alle Fakten zu Reichweite, Laden, Leistung & Tech

Platz 6: VW ID.3 Pro S: 555 Kilometer

Vorteile
Hohe Reichweite
Komfortabel
Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachteile
Sehr lange Lieferzeit
Schlichter Innenraum

Der VW ID.3 zeichnet sich unter anderem durch sein großes Platzangebot sowie seine komfortable Fahrweise aus. Aber auch die Reichweite kann sich sehen lassen. Insgesamt können Käufer zwischen drei Batteriekapazitäten wählen: 45, 58 und 77 Kilowattstunden. Mit der 77-kWh-Variante schaffen Sie Reichweiten von bis zu 555 Kilometern. Im Praxistest kommen unsere Tester mit einem großen Autobahnanteil auf knapp 400 Kilometer. Ganz ohne diesen sollten noch mehr drin sein. 

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Neben der besseren Reichweite ist ein weiterer Vorteil der Pro-S-Variante die Ladefähigkeit: Maximal 125 kW ziehen sie aus geeigneten Gleichstrom-Schnellladern, die 58-kWh-Modelle schaffen bis zu 100 kW.

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Platz 7: Skoda Enyaq iV 80: 536 Kilometer

Vorteile
Gutes Platzangebot
Gute Reichweiten
Geringer Verbrauch
Viele kleine Gimmicks
Nachteile
Umständliches Infotainment
Navigation hat Optimierungspotential

Der Skoda Enyaq iV ist eng mit dem VW ID.4 und Audi Q4 e-tron verwandt, hat aber einige Besonderheiten. Die genauen Unterschiede zwischen den Fahrzeugen erfahren Sie in unserem Video, das Sie am Ende dieses Artikels finden. In jedem Teil des Elektrofahrzeuges gibt es clevere Lösungen: Vom Regenschirm in der Tür bis hin zum Kofferraum, der dank elektrischer Architektur und schlauer Raumaufteilung sehr groß ausfällt.

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Im Reichweitentest bei Autobahntempo 130 hängt der Enyaq iV 80 mit rund 300 km sogar die deutlich teurere Konkurrenz von Mercedes, Polestar und Jaguar ab. Auch im Mischverkehr schaffte es der Enyaq iV 80 im EFAHRER-Test auf gute 400 Kilometer. Wer sich die Schnellladefunktion bis 125 kW gönnt (500 Euro Aufpreis), füllt seine großen Akkupakete in 38 Minuten von fünf auf 80 Prozent. Damit ist der Enyaq auch für Langstreckenfahrten gut gerüstet. Kurzum: Mit seiner guten Reichweite, dem sparsamen Verbrauch und dem üppigen Platzangebot ist der Enyaq vor allen Dingen für Familien höchst interessant.

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Skoda Enyaq iV 80 im Test: Das macht Tschechiens Tesla besser als VW & Audi

Platz 8: VW ID.4 Pro Performance: 522 Kilometer

Vorteile
Top Komfort
Viel Platz für Passagiere
Moderne Fahrassistenten
Nachteile
Durchschnittliche Performance
Laden nur mittelmäßig
Für Zielgruppe verhältnismäßig teuer

Der ID.4 ist Volkswagens erstes Elektro-SUV und stellt seinen Verbrenner-Vorgänger rein optisch locker in den Schatten: Der ID.4 tritt bulliger, wuchtiger und mit beeindruckender LED-Lichtsignatur weit futuristischer auf als ein Tiguan, ist außen tatsächlich aber kaum größer. Mit 204 PS und sattem Drehmoment ab Start ist das über zwei Tonnen schwere Auto mehr als ordentlich motorisiert. Es zieht druckvoll auf Autobahn-Tempo. Mit seinem Null-auf-Hundert-Sprint von achteinhalb Sekunden ist der ID.4 aber weit langsamer als das schwächste Model Y. Bei Tempo 160 ist der ID.4 abgeregelt.

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Nach WLTP-Norm soll der ID.4 über 500 Kilometer weit fahren. In der Praxis ist dieser Wert höchstens auf stadtnahen Pendelstrecken mit Geschwindigkeiten unterhalb der 80 km/h erreichbar. Auf der Landstraße schafft der ID.4 mit seinem 82-kWh-Akku gut 360 Kilometer ohne Ladepause. Die Autobahn-Reichweite liegt mit knapp 300 Kilometern auf Augenhöhe mit dem antriebstechnisch fast identischen Skoda Enyaq. Die maximale Ladegeschwindigkeit liegt bei 125 Kilowatt. In einer halben Stunde lädt der ID.4 so genug Strom für etwa 300 weitere Kilometer auf. An der Wallbox lädt der ID.4 mit elf kW. In etwa sieben Stunden ist ein völlig entladener Akku so wieder komplett voll. Über Nacht oder innerhalb eines Arbeitstages ist die Vollladung also kein Problem.

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Platz 9: Audi Q4 40 e-tron Sportback: 520 Kilometer

Vorteile
Hervorragende Assistenzsysteme
Hoher Komfort
Sehr wertig und luxuriös
Nachteile
In puncto Effizienz und Laden Tesla unterlegen
Teure Extras

Der Audi ist technisch eng mit dem Enyaq und dem VW ID.4 verwandt, aber sobald man einsteigt, findet man sich in der bekannten Audi-Welt mit besonders hochwertigen Materialien, feiner Verarbeitung und eigenständigem Infotainment. Der Audi spielt unter den Konzern-Geschwistern die Premium-Rolle.

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Im Q4 40 e-tron Sportback verbirgt sich ein 204 PS starker Hinterrad-Elektromotor, welcher innerhalb von 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h kommt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Auf die von Audi angegeben 520 Kilometer wird das E-SUV in der Praxis wohl eher nicht kommen. Der Reichweitenrechner von EFAHRER.com kommt unter normalen Bedingungen auf eine Reichweite von knapp 400 Kilometern. Die Autobahn-Testrunde von EFAHRER ergibt für den Q4 eine Reichweite von 293 Kilometern.

Brutto hat der Q4 40 e-tron Sportback eine Batteriekapazität von 82 kWh, mit Wechselstrom zapft er 11 kW und an den schnellen HPC-Säulen sind bis zu 125 kW Leistung drin.

Test Audi Q4 e-tron 40 Sportback

Wie wir testen

EFAHRER.com testet Wasserstoff-Autos, Plug-in-Hybride und Elektroautos selbst. Die Testverfahren orientieren sich daran, was den Fahrer wirklich interessiert: Wie weit fährt ein Elektroauto? Wie lange dauert das Laden? Wie gut fährt das Auto? Welche Ausstattung ist heute zeitgemäß? Löst die Industrie ihre Werbeversprechen auch wirklich ein?

In jeder Fahrzeugklasse gibt es verschiedene Elektroauto-Modelle, diverse Ausführungen, Leistungsstufen, Größen und Nutzungsszenarien. Da die Übersicht zu behalten, ist nicht so einfach. Um alle Autos nicht über einen Kamm scheren zu müssen, teilt EFAHRER.com E-Autos in verschiedene Kategorien ein: Kleinstwagen wie den VW e-Up!, Kleinwagen wie die Renault Zoe, Kompaktstromer wie den VW ID.3, kompakte SUV wie das Tesla Model Y, größere Elektro-SUV wie den Audi e-tronFamilienautos wie den Nissan Evalia E-NV200 und teure Elektrosportwagen wie der Porsche Taycan.

Während günstige Elektro-Kleinwagen wie der VW e-Up! Besonders günstige Alltagsautos für Stadt und Umland sind, will man für häufige Langstreckenfahrten aus mit großen Akkus mit viel Strom für hohe Reichweiten und mit schnellen Ladeleistungen – die dann entsprechend teurer sind.

Die EFAHRER-Messungen basieren wo möglich auf anerkannten Prüfmethoden oder ISO-Normen – und sind so genau, wie sie sein müssen, um eine wirklich praxisgerechte Aussage treffen zu können. So lesen die EFAHRER-Tester zum Beispiel den Verbrauch von Elektroautos und Hybriden nicht nur an der Bordanzeige ab, sondern messen den Real-Verbrauch an der geeichten 22-kW-Wallbox oder der Zapfsäule.

Für neue Autokategorien entwerfen Ingenieure und Experten in wochenlanger Arbeit maßgeschneiderte Tests und stimmen die Bewertungskriterien eng mit den EFAHRER-Redakteuren ab – schließlich sind die Testergebnisse die Grundlage für die gesamte redaktionelle Berichterstattung im Bereich Test und Kaufberatung. Auch etablierte Testverfahren entwickelt EFAHRER konstant weiter und stellen so sicher, dass die Ergebnisse immer den aktuellen Anforderungen der Nutzer entsprechen.

EFAHRER.com bewertet die fünf wichtigsten Aspekte von Elektroautos: Reichweite, Verbrauch, Laden, Performance, Assistenzsysteme, Raumangebot und Komfort. In jeder dieser Teilwertungen erhält das beste E-Auto jeweils die Note 1,0 – die anderen entsprechend schlechtere Noten. Die verschiedenen Testergebnisse werden anschließend ausgewertet und arithmetisch gewichtet und bilden die Grundlage für das EFAHRER.com-Testurteil in Schulnoten und E-Auto-Ranking.

  • Reichweite: Diese Bestenliste führt die in Deutschland verfügbaren Elektroautos absteigend nach ihrer Norm-Reichweite nach dem WLTP-Zyklus auf. WLTP steht für “Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure” und bezeichnet ein weltweit einheitliches Testverfahren zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs, der Abgasemissionen und auch der Reichweite von Elektroautos und Hybriden.  In unseren Fahrzeugtests nehmen wir die die Normreichweiten kritisch unter die Lupe. EFAHRER-Testangaben beruhen nicht auf Herstellerangaben, sondern die Tester messen auf Verbrauchsfahrten selbst nach, wie weit E-Autos in der Stadt, auf die Autobahn und auf der Landstraße fahren. 

Beim Elektroauto hängen der praktische Verbrauch und damit die Reichweite nicht nur von Technik, Fahrstil und der Geschwindigkeit ab, sondern auch von der Außentemperatur. Wie weit Sie mit einem Elektroauto unter Alltagsbedingungen fahren können, zeigt der EFAHRER-Reichweitenrechner.

  • Verbrauch: Bei Benzin- oder Dieselautos können die meisten Autofahrer den realistischen Verbrauch einschätzen. Bei Elektroautos ist das noch nicht in der Fall. Genauso wie beim Ottomotor rechnet man beim Elektroauto den Verbrauch pro 100 Kilometer ab – hier aber natürlich in Kilowattstunden Strom und nicht in Litern. Wieviel ein Elektroauto genau verbraucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber vom Fahrzeug und der Effizienz des Motors. Grundsätzlich gilt – wie beim Verbrenner – die Regel: Je größer und schwerer, desto höher der Verbrauch. Wie beim Verbrenner spielt der Verbrauch beim Elektroauto auch eine wichtige Rolle für die Ökobilanz und die laufenden Kosten. Auch Elektroautos der gleichen Klasse unterscheiden sich zum Teil erheblich beim Verbrauch. Die Herstellerangaben liegen oft weit über den von EFAHRER.com ermittelten Realverbräuchen. Beim “Tanken” aller E-Autos kommt es zu Ladeverlusten, das heißt, ein Teil der elektrischen Energie aus dem Ladeanschluss geht als Wärme in Ladeelektronik und Akku verloren. Obwohl die Energie letztlich verlorengeht, muss der Kunde trotzdem dafür zahlen. Um den Realverbrauch von Elektroautos zu ermitteln, misst EFAHRER.com die nutzbare Akkukapazität an einer 22-kW-Wechselstrom-Wallbox und ermittelt bei Verbrauchsfahrten auf festgelegten Strecken in der Stadt, über Land und auf der Autobahn, wie effizient der Antrieb mit der elektrischen Energie umgeht, und welche Reichweite daraus am Ende resultiert.
  • Laden: Wer ein E-Auto hat, braucht nie wieder Sprit. Doch Elektroautos brauchen Strom. Das “Tanken” von Strom geht allerdings völlig anders als Sprit-Tanken: Elektroautos können an den heimischen Steckdosen, an verschiedenen Wechselstrom-Wallboxen und an Gleichstrom-Schnell-Ladern geladen werden. EFAHRER.com ermittelt die maximalen Praxis-Ladeleistungen von E-Autos an 16- und 32-Ampere-Wallboxen (entsprechend maximal 11 kW und 22 kW Ladeleistung). Verfügt das E-Auto über Gleichstrom-Anschlüsse, ermittelt EFAHRER die maximale Ladeleistung und checkt, wie lange ein Auto diese Ladeleistung aufrechterhalten kann. Am Ende sind besonders zwei Fragen interessant: Wie lang braucht ein E-Auto, um Strom für 100 Kilometer an der Wallbox oder an der Gleichstrom-Schnellladestation aufzuladen?
  • Performance: Jeder, der schon einmal Autoscooter oder Slot-Car gefahren ist, weiß: Elektroautos bieten jede Menge Fahrspaß. Eine ganze Reihe technischer Besonderheiten machen E-Autos  zu echten Fahrdynamik-Garanten. Zum Erlebnis des elektrischen Fahrens gehört etwa sattes Drehmoment vom Stand an und verzögerungsfreie Beschleunigung beim Tritt aufs Fahrpedal. EFAHRER.com überprüft die Leistungsangaben der Hersteller in der Praxis und checkt, ob die oft hohen theoretischen Leistungswerte einen realen Vorteil im Alltag bringen: Dazu gehören Leistung, Drehmoment, Beschleunigung von 0 auf 60 und auf 100 km/h sowie die Höchstgeschwindigkeit. Um die hohe Leistung von E-Autos auf die Straße zu bringen und die oft relativ schweren E-Fahrzeuge auch bei höheren Geschwindigkeiten sicher aus der Kurve oder über nassen Straßenbelag zu bringen, haben viele Elektroautos Allradantrieb. Für gute Traktion gibt’s Pluspunkte. Auch sinnvolle Fahrmodi wie ein besonders sparsamer Ökomodus, besonders intelligenter Automatikmodus oder dynamischer Sportmodus wirken sich positiv auf die Performance-Wertung aus.
  • Assistenzsysteme: Viele Elektroautos sind nicht nur in Sachen Antrieb fortschrittlich. Sie wollen auch in Sachen Assistenzsysteme ganz vorne mitspielen: Einige versprechen sogar autonomes Fahren oder Autopiloten. Die EFAHRER-Experten stellen die Hersteller-Versprechen auf die Probe und überprüfen, wie intelligent sich Tempomaten in verschiedenen Situationen verhalten, zum Beispiel wie sicher die Übernahme von Tempolimits arbeitet, ob das Auto andere rechts überholt, wie sicher Spur-, Fußgänger- und Notbremsassistenten funktionieren, ob Ampeln erkannt werden und werfen einen Blick auf die Querverkehrswarner.
  • Platz und Komfort: Viele Elektroautos werden von Grund auf als Elektroauto entwickelt. Das ermöglicht völlig neue Raum- und Fahrzeug-Konzepte: Der Getriebetunnel entfällt und wo bei Verbrennern der Motorraum ist, haben manche E-Autos zusätzlichen Stauraum. Andere Hersteller rüsten ihre Verbrenner-Modelle einfach auf Elektroantrieb um. Im besten Fall ist in der Elektroversion dann genauso viel Platz wie im Verbrenner, weil die E-Technik im Unterboden und Motorraum Platz findet. Im schlimmsten Fall leidet das Platzangebot für Passagiere und Gepäck. EFAHRER.com checkt das Raumangebot für Passagiere und Gepäck, prüft die ISOfix-Anschlüsse für Kindersitze, wirft einen Blick auf die Größe und Nutzbarkeit des Kofferraums und des Staufachs für Ladekabel. Auch auf gute Rundumsicht achten sie. Für hohe Zuladung und Anhängelast gibt es weitere Pluspunkte. Zusammen mit den Elektronik-Experten von CHIP checken die EFAHRER.com-Tester auch das Infotainment-System. Sie überprüfen das Head-Up-Display, die Integration Apple-Car-Play und Android Auto, testen das integrierte Navi und die Konnektivität des Autos im Hinblick auf Laden und Klima.

Welche Reichweite haben Elektroautos?

Die Reichweite von Elektroautos ist sehr unterschiedlich. Sie liegt je nach Fahrzeug zwischen rund 100 und 600 Kilometern. Die Reichweite von Elektroautos hängt technisch größtenteils von ihrer Akku-Kapazität und von ihrem Strom-Verbrauch ab.

Die Kapazität von Akkus wird in Kilowattstunden, kurz kWh, angegeben. Kleine Elektroautos mit City-Reichweiten wie der Citroen C-Zero haben Akkus mit einer Kapazität von etwa 15 Kilowattstunden. Elektroautos für die Langstrecke haben große, schwere, teure Akkus mit Kapazitäten von bis zu 100 Kilowattstunden. Diese Riesenakkus liefern Saft für lange Strecken, lassen sich ultra-schnell laden und können auch sehr schnell sehr viel Strom abgeben. So ermöglichen sie hohe Fahrleistungen und schnellste Beschleunigungen.

Auch der Verbrauch spielt eine Rolle: Effiziente Elektroautos wie Hyundai Kona oder der BMW i3 lassen sich im Alltag mit rund 15 kWh Strom auf 100 Kilometer bewegen. Größere, effizientere Elektroautos brauchen mit bis zu 25 kWh pro 100 Kilometer wesentlich mehr Strom. 

Das Thema Reichweite und Elektroauto sorgt regelmäßig für hitzige Diskussionen. Aber wie viel Reichweite braucht ein E-Auto denn nun wirklich? Ist die Reichweite der meisten Elektroautos tatsächlich zu gering für den Alltag?

Letztendlich ist das natürlich individuell verschieden, aber es gibt durchaus einige Studien, die interessante Rückschlüsse zulassen. Beispielsweise stellten die Wissenschaftler des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg Ifeu fest, dass deutsche Pendler an vier von fünf Tagen Strecken von maximal 40 Kilometer zurücklegen. 

Im Untersuchungszeitraum von einem Jahr fuhren rund die Hälfte der Fahrzeuge an keinem Tag mehr als 250 Kilometer. Unter Annahme einer durchschnittlichen Reichweite von 250 Kilometer mit einer Batterieladung bedeutet dies, dass fast die Hälfte der Fahrzeuge, wenn sie Elektroautos wären, nie untertags an die Schnell-Ladesäule gemusst hätten. Sogar rund ein Fünftel aller Autos legten an keinem Tag mehr als 150 Kilometer zurück. 

Die verbleibenden 53 Prozent der Autos fuhren an mindestens einem Tag im untersuchten Zeitraum weiter als 250 Kilometer. Diese Fahrten machten aber gerade einmal ein Prozent aller im Untersuchungszeitraum zurückgelegten Strecken aus.

Beim Elektroauto hängen der praktische Verbrauch und damit die Reichweite nicht nur von Technik, Fahrstil und der Geschwindigkeit ab, sondern auch von der Außentemperatur. Wie weit Sie mit einem Elektroauto unter Alltagsbedingungen fahren können, zeigt der EFAHRER-Reichweitenrechner.

Wie teuer sind 100 Kilometer mit dem Elektroauto?

Die Kilometerkosten von Elektroautos hängen hauptsächlich von ihrem Verbrauch ab. Effiziente Elektroautos wie der Hyundai Kona oder der BMW i3 lassen sich im Alltag mit rund 15 kWh Strom auf 100 Kilometer bewegen. Eine Kilowattstunde Strom kostet in Deutschland durchschnittlich rund 37 Cent. 100 Kilometer kosten mit einem effizienten Elektroauto kosten also grob 5,00 Euro. Ein durchschnittlicher Verbrenner, der acht Liter Benzin auf 100 Kilometer verbraucht, kommt beim durchschnittlichen Benzinpreis von 1,90 Euro pro Liter auf Verbrauchs-Kosten von gut 15 Euro auf 100 Kilometer. 

Bei Benzin- oder Dieselautos können die meisten Autofahrer den realistischen Verbrauch einschätzen. Bei Elektroautos ist das noch nicht in der Fall. Genauso wie beim Ottomotor rechnet man beim Elektroauto den Verbrauch pro 100 Kilometer ab – hier aber natürlich in Kilowattstunden Strom und nicht in Litern. Wieviel ein Elektroauto genau verbraucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem aber vom Fahrzeug und der Effizienz des Motors.

Grundsätzlich gilt – wie beim Verbrenner – die Regel: Je größer und schwerer, desto höher der Verbrauch. Wie beim Verbrenner spielt der Verbrauch beim Elektroauto auch eine wichtige Rolle für die Ökobilanz und die laufenden Kosten eines Autos. Elektroautos der gleichen Klasse unterscheiden sich zum Teil erheblich beim Verbrauch. Auch die Herstellerangaben liegen oft weit über den von EFAHRER.com ermittelten Realverbräuchen.

Beim “Tanken” mancher E-Autos kommt es zu Ladeverlusten, das heißt, ein Teil der elektrischen Energie aus dem Ladeanschluss geht in der Ladeelektronik und im Akku als Wärme verloren. Obwohl die elektrische Energie letztlich also verlorengeht, muss der Kunde trotzdem dafür zahlen. Um den Realverbrauch von Elektroautos zu ermitteln, misst EFAHRER.com die nutzbare Akkukapazität an einer 22-kW-Wechselstrom-Wallbox und ermittelt bei Verbrauchsfahrten auf festgelegten Strecken in der Stadt, über Land und auf der Autobahn, wie effizient der Antrieb mit der elektrischen Energie umgeht, und welche Reichweite daraus am Ende resultiert.


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