Saugroboter mit Wischfunktion Test: Die besten im Vergleich


Staubsaugerroboter kaufen - Experten-Ratgeber

Schon lange sind Staubsaugerroboter nicht mehr nur zum Staubsaugen da. Kombigeräte, sogenannte Saugroboter mit Wischfunktion, sorgen auch noch direkt für glänzende Oberflächen. CHIP testet solche Modelle regelmäßig. Wir nennen Ihnen die besten und sagen Ihnen, worauf es beim Kauf ankommt.

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Das lesen Sie in diesem Beitrag: Zuerst stellen wir Ihnen die besten Saugroboter mit Wischfunktion aus unserer Bestenliste vor. Anschließend sagen wir Ihnen, wie günstig ein empfehlenswertes Gerät sein kann. Danach gehen wir darauf ein, was Sie von der Wischfunktion erwarten können – und was die Nachteile sind. Zum Schluss geben wir Ihnen noch einige Tipps zum generellen Kauf von Saugrobotern. Schließlich kaufen Sie so ein Modell üblicherweise nicht nur für die Wischfunktion.

Falls Sie nach weiteren Informationen zum Thema Saugroboterkauf suchen, finden Sie alles Wissenswerte in unserer großen Kaufberatung. Für weitere Informationen zu den einzelnen Produkten klicken Sie bitte auf den Link zum “Testbericht” unter der Gesamtnote.

Immer aktuell: Die besten Saugroboter mit Wischfunktion im Test

So günstig sind empfehlenswerte Saugroboter mit Wischfunktion

Vernünftige Modelle mit Wischfunktion gibt es bereits für etwas über 300 Euro. Solche Geräte verfügen schon über einen integrierten Wassertank, lassen sich per App steuern und bieten eine stabile Navigation sowie eine gute Saugleistung. Günstigere Geräte verzichten jedoch gerne auf essentielle Wisch-Features, etwa ein sich automatisch einfahrendes Wischpad. Dieses ist notwendig, damit der Roboter nicht das feuchte Wischtuch über den Teppichboden zieht. Oft müssen Sie bei solchen Modellen für den Staubsaugevorgang das Wischpad entfernen und fürs Wischen wieder anbringen.

Höherpreisige Modelle bringen außerdem eine mechanische Wischfunktion mit, die das Wischpad nicht nur hinter sich her zieht, sondern den Boden mit kleinen Bewegungen auch poliert.

Was kann eine Wischfunktion und was nicht?

Die Wischfunktion eines Hybridroboters funktioniert wie folgt: Im Roboter befindet sich ein Frischwasserbehälter, den Sie vor dem Wischen befüllen müssen. In manchen Fällen empfiehlt der Hersteller auch ein Reinigungsmittel zuzugeben. An der hinteren Unterseite des Roboters sitzt ein Wischpad, das sich üblicherweise per Klettverschluss anbringen lässt. In den meisten fällen handelt es sich dabei um Mikrofaserpads, die sich zwar einige Male auswaschen lassen, aber nach mehrfacher Benutzung weggeschmissen werden sollten. Der Roboter befeuchtet dieses Pad kontinuierlich während des Wischvorgang und zieht es über den Boden. Je nach Modell kann der Roboter gleichzeitig saugen und wischen, oder Sie müssen Module mit einigen Handgriffen austauschen. Einige Roboter müssen die Vorgänge strikt voneinander trennen, damit das Pad nicht aus Versehen über den Teppichboden schleift. Teurere Modelle können das Pad anheben und so je nach Untergrund saugen, wischen oder beides.

Die Wischfunktion löst vor allem leichten Restschmutz, der selbst nach dem Staubsaugen am Boden hängen bleibt, und verleiht dem Boden mehr Glanz. Sie kümmert sich etwa um kleine Staubflecken, solange sie nicht festgetreten sind, oder erledigt leichte Fettschlieren. Es ist dagegen nicht die Aufgabe der Wischfunktion, eingetrocknete Honigflecken zu entfernen oder ein verschüttetes Glas Limonade zu bereinigen.

Nachdem der Roboter zur Ladestation zurückgekehrt ist, müssen Sie den Wasserbehälter entleeren, trocknen und das Wischpad ausspülen und trocknen oder wegschmeißen. Die Reinigung ist hier der deutliche Nachteil einer Wischfunktion, denn Sie sollten weder das feuchte Pad noch das Wasser im Behälter längere Zeit stehen lassen – Sie müssen sich also sowohl vor als auch nach dem Wischen um Ihren Roboter kümmern. Zudem können die Kosten für wenige Wischpads beträchtlich sein.

Gerade bei großen Wohnungen mit vielen Hartböden kann ein Saugroboter mit Wischfunktion durchaus praktisch sein. Für kleinere Wohnungen erzielen Sie aber mit spezialisierten Handgeräten, zum Beispiel Saugwischern oder Dampfbesen, bessere Ergebnisse und sind immer noch recht schnell mit der Arbeit fertig.

Unter der Bürstwalze wird das Wischpad angebracht, entweder mit einem mechanischen Verschluss, per Klett oder magnetisch. Modell: Ecovacs Deebot T9+

Bild: CHIP

Worauf Sie bei einem Saugroboterkauf achten sollten

Ein Saugroboter kann viel, aber nicht jedes Modell ist auch ideal für jedes Haus. Damit Sie nicht zum falschen Helfer greifen, geben wir Ihnen einige Ratschläge:

  • Wohnungsgröße
    Generell gilt: Je größer die Wohnung ist, desto mehr lohnt sich ein Saugroboter. Aber auch eine Ein-Zimmer-Wohnung profitiert von einem sehr günstigen Modell. Dieses muss nicht spitzenmäßig navigieren, sondern es genügt, wenn es so lange zufällig herumfährt, bis die Batterie leer ist. Jenseits davon empfehlen wir Ihnen Geräte ab rund 300 Euro. Diese finden sich bei jeder Wohnungsgröße zurecht.
  • Tierhaare
    Tierhaare können wahre Biester sein: Sie laden sich elektrostatisch auf und verkeilen sich wortwörtlich im Teppichflor. Lange, feine Tierhaare schließen sich vor der Düse normaler Staubsauger auch gerne mal zu einem Knäuel zusammen und lassen sich bis zur Teppichleiste schieben, ohne dass sie je ins Saugrohr geraten. Die elektrischen Bürstenwalzen vieler Roboter wirken diesen Effekten durch ihre mechanischen Bewegungen entgegen. Das führt aber dazu, dass sich Haare oft um die Bürsten wickeln. Diese müssen Sie dann aus dem Roboter entfernen und händisch reinigen. Einige Roboter bieten Gummiwalzen, die recht wartungsfrei sind. Diese sind in ihrer Putzleistung aber nicht den typischen Bürsten ebenbürtig. Zuletzt gibt es noch Roboter ohne Walzen. Die sind dann wartungsfrei, denn was nicht existiert, muss man nicht reinigen. Die Putzleistung ist hier aber gerade auf Teppichböden am schlechtesten. Eine Patentlösung gegen Tierhaare gibt es also nicht.
  • Kletternde Saugroboter
    Türschwellen können für Roboter ein echtes Hindernis darstellen. Ob und wie gut sie es in den nächsten Raum schaffen, hängt von Modell zu Modell ab. Die kleinen Plastikleisten zwischen den Bodenbelägen im Türrahmen überwinden alle noch mit Leichtigkeit, aber an einem Zentimeter Höhe können einige schon mal scheitern. Andere Roboter klettern dagegen auch scharfe Kanten bis in zwei Zentimeter Höhe. Das klingt erst einmal nur vorteilhaft, allerdings ist uns aus eigener Erfahrung bekannt, wie ein Roboter eifrig ein niedriges Regal erklimmt und die Spielekonsole rammt oder auf den breiten Kufen eines beliebten Sessels eines bekannten schwedischen Möbelhauses strandet. Sowas lässt sich allerdings in den meisten Apps vermeiden, indem Sie den Roboter dort genau einzeichnen wo er fahren darf und wo nicht.
  • Komplexe Wohnungen
    Je möblierter und verschachtelter die Wohnung, desto schwieriger hat es ein Saugroboter. Viele Stuhlbeine, Türschwellen, Vasen und andere Deko erhöhen die Laufzeit enorm. Schließlich muss sich der Roboter immer mal wieder neu orientieren oder fährt einen Bereich zwei- oder dreimal ab. Ist dann auch noch die Putzfläche weitläufig, kann es sein, dass dem Roboter während des Putzvorgangs die Puste ausgeht. Er findet dann üblicherweise verlässlich zur Station zurück, kann sich aufladen und später automatisch weiter machen. Einige Roboter benötigen aber sechs Stunden oder mehr für so einen Ladevorgang, womit das Saugen und Wischen meist in die frühen Abendstunden fällt. Daher sollten Sie auch nicht ausschließen, dass ein spezifischer Saugroboter für Ihre Wohnung nicht geeignet ist.
  • Keiner ist gut in Ecken
    Wir kennen bislang keinen Saugroboter, der gut Ecken putzen könnte. Das liegt daran, dass die Hauptdüse mit etwas Abstand zu seinem Gehäuserahmen verbaut ist – so kommt sie nie in Ecken rein. Viele Roboter behelfen sich hier mit Seitenbürsten, die zumindest losen Staub aufwirbeln, damit er aufgesaugt werden kann. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass ein Roboter keine Türen öffnen kann – hinter diesen wird sich also immer eine Staubschicht sammeln, die Sie weiterhin selbst entfernen müssen. Zuletzt stellen Ecken auch ein Problem für die Wischfunktion dar. Schließlich ist das Pad stets am hinteren, bei allen Geräten abgerundeten Ende angebracht. Dieses kann unmöglich passgenau eine Ecke wischen. Hier ist ein reiner Wischroboter, wie der iRobot Braava, passender konstruiert.
  • Bauhöhe
    Hersteller geben üblicherweise die Bauhöhe eines Roboters inklusive Anbauten an. Das ist zum Beispiel wichtig für die vielen Roboter mit Lasernavigation, da hier ein kleines Türmchen auf dem Roboter sitzt. Diese Maximalhöhe sollten Sie für Ihre Wohnung bedenken, denn Roboter sind besonders praktisch, wenn Sie auch unter Möbel fahren können. Allerdings hält die Bauhöhe auch Probleme bereit. Sollte ein Roboter etwa knapp unter eine Couch oder einen Schrank passen, dann messen Sie lieber noch an weiteren Stellen nach. Schließlich können Möbel an unterschiedlichen Orten durchhängen. So kann ein Roboter sich unterm Schrank verklemmen, und Sie müssen ihn händisch aus seiner Situation herausbugsieren.

Filter, insbesondere der zwischen Staubbehälter und Motor, sollten spätestens alle paar Monate ersetzt werden.

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  • No-Go-Zonen und virtuelle Wände
    So ziemlich jeder Roboter kommt heutzutage mit einer App, die nicht nur ein nettes Gimmick darstellt. In diesen Programmen können Sie Ihre Wohnung kartieren lassen und anschließend in Zonen und Bereiche einteilen. So definieren Sie etwa den Bereich um den Fressnapf als Tabu, verbieten den Läufer im Wohnzimmer als Wischbereich und sagen dem Roboter, dass er im Bad nur wischen, aber nicht saugen darf. Je nach Hersteller gibt es noch andere Arten von Zonen. So empfinden wir den “Nicht klettern”-Befehl als praktisch, der es dem Roboter untersagt, in einem Bereich Möbel zu erklimmen.
  • Mehrere Etagen
    Um Ihre Wohnung per App in Putzbereiche einzuteilen, ist eine Kartierung durch den Roboter zwingend notwendig. Nicht alle Roboter verfügen jedoch bislang über einen größeren Kartenspeicher. Das ist egal für Menschen, die nur auf einem Stockwerk leben. Sollten Sie Ihren Roboter aber auf mehreren Stockwerken einsetzen wollen, dann achten Sie darauf, dass er sich auch mehrere Karten merken kann.
  • Waschbare Filter und nachkaufbare Einzelteile
    Ein Saugroboter hält nicht ewig – Hersteller rechnen aktuell damit, dass der “Lebenszyklus” eines Roboters nach etwa drei Jahren endet. Das heißt aber nicht, dass Sie das auch so hinnehmen müssen. Klar: Den Motor können Sie ohne tiefes technisches Verständnis nicht selbst in Schuss halten, aber die meisten anderen Teile. Sie können die Walzen und Seitenbürsten von Haaren befreien, so dass es die Riemen und Zahnräder nicht strapaziert, und regelmäßig die Filter ausklopfen, auswaschen oder neu kaufen. Vor allem die Bürsten und Filter sollten nachkaufbar sein.
  • Hindernisse: Legosteine, Kabel und andere Dinge
    In einer idealen Welt würden Roboter alle Hindernisse umgehen, die ihnen Probleme bereiten. Beispielsweise kann sich ein herumliegender Legostein unter dem Roboter verklemmen. Oder eine Socke wickelt sich um die Walzen. Teppichfransen sind große Probleme und viele Roboter lieben es, am Ladekabel des Notebooks zu zerren. Den Endboss stellen die Hinterlassenschaften noch nicht stubenreiner Haustiere. Gerade teurere Roboter sind durch neue Sensoren und Software inzwischen immerhin richtig gut darin, viele dieser Gefahren zu erkennen und zu umgehen. Aber übermäßig intelligent sind die Maschinen noch nicht, Sie sollten also Ihre Wohnung nach Möglichkeiten “saugroboterkompatibel” machen.
  • Sturzsensoren
    Wir haben es bislang noch nicht erlebt, dass ein Saugroboter Treppenstufen hinab gefallen ist. Hersteller sind hier lieber übervorsichtig, denn nichts wäre so fatal für das Geschäft wie eine “Der Roboter ist aus dem ersten Stock auf meinen Kopf gefallen”-Rezension. Darum sind die Roboter mindestens vorne und an den Seiten mit Sturzsensoren versehen, manchmal auch hinten. Sollte der Roboter hinten keine Sensoren haben, sollten Sie am Treppenabsatz darauf achten, dass möglichst wenige Objekte herumstehen, damit der Roboter nicht rückwärts fahren muss und versehentlich hinabsegelt.
  • Freie Ladestation
    So ziemlich jeder Saugroboter verfügt über eine Ladestation. Beim Aufstellen sollten Sie bedenken, dass Sie diese aber nicht einfach unsichtbar unters Bett stellen können. Die meisten Anleitungen weisen darauf hin, dass die Station in jede Richtung etwa einen Meter Platz benötigt, damit der Roboter gut zu ihr finden kann. Roboter mit einer nach oben gerichteten Kamera sind zudem verwirrt, wenn sie Ihren Putzvorgang unterm Lattenrost beginnen, und könnten für die Orientierung eine Weile brauchen.

Zum passenden Saugroboter mit unserem Schritt-für-Schritt-Berater

Unsere Kaufberatungen werden Ihnen bestimmt gut weiterhelfen können. Falls Sie sich aber nicht zwischen dem einen oder anderen Modell entscheiden können, hilft Ihnen unser interaktiver Schritt-für-Schritt-Berater in wenigen Klicks.

Welches ist der beste Saug- und Wischroboter?

Der beste Saug- und Wischroboter ist der Ecovacs Deebot T9+. Er navigiert super, bietet viele Funktionen und mit seiner Absaugstation müssen Sie den Behälter eine lange Zeit nicht selber leeren. Zudem verfügt er über eine ausgereifte Wischfunktion.

Was taugen Saugroboter mit Wischfunktion?

Die Wischfunktion von Saugrobotern dient vor allem dem Wischen von Restschmutz und dem Polieren. Sie lässt den Hartboden schöner glänzen, aber die Hauptarbeit liegt immer noch bei der Saugfunktion. Hartnäckigen Schmutz reinigt die Wischfunktion nicht.

Was ist besser: Saugroboter mit oder ohne Wischfunktion?

Auch für Hartböden reicht ein reiner Saugroboter aus, sofern Sie nicht auf den Glanz eines stets gewischten Bodens Wert legen. Kombigeräte bieten außerdem häufig einen eher kleinen Saugbehälter.

Welcher Saugroboter hat die beste Wischfunktion?

Zu den Robotern mit den besten Wischfunktionen zählen der Ecovacs Deebot T9 bzw. T9+ und der Roborock S7.


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